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Notiz „Obrigkeit“

Der Sündenfall war ein schreckliches, aber selbstverschuldetes Verhängnis für den Menschen. Als er in die verbotene Frucht biss, hat er sofort erkannt, dass er niemanden über sich dulden muss. Er nahm ab diesem Zeitpunkt sein Leben in die eigene Hand, was ihn geradewegs aus dem Garten Eden beförderte. Der Anfang einer unrühmlichen Menschheitsgeschichte.
Viele Jahre später. In den Schriften gibt es keine Details darüber, wann und warum der Mensch dann doch wieder begann, GOTT anzubeten. War es das Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit, sein Leben ohne GOTT zu meistern, war es das schlechte Gewissen oder kam der Mensch nach (mehreren) Versuchen, sich selbst einen Gott zu schaffen, zur leidigen Erkenntnis, dass da schon einmal ein Gott war? Wie auch immer es gewesen ist, zu diesem Zeitpunkt hatte der Mensch noch nicht wieder Gemeinschaft mit GOTT gehabt. Das geschah wohl erst nach einer gewissen Wohlverhaltensphase, nach der sich GOTT zu SEINEM Volk bekannte und es als SEIN herausgerufenes Volk bezeichnete. Dieser Schritt ist vor allem nicht als Verdienst des Volkes Israel anzusehen, so aber ist er der erste und mit wichtigste Gnadenerweis GOTTES am Menschen, der schließlich zum Messias führt. 

Seit dem wechselten sich für das Volk Israel die Zeiten der Besinnung auf GOTT, die stets mit Frieden und Wohlstand einhergingen, mit Zeiten der Abkehr in Drangsal und Not ab. Im Laufe der Geschichte wurde die Situation für das Volk Israel immer schlimmer. Kein Wunder, haben sie sich doch gegen GOTT entschieden und IHN, den ALLMÄCHTIGEN, für eine Knechtschaft unter weltlichen Königen verworfen. Wie dumm kann man nur sein!

GOTT zog sich damals komplett zurück. Doch wartet ER mit unglaublicher Geduld auf ein Umsinnen SEINES Volkes. Ist eine Umkehr der Israeliten abzusehen? Nein, denn sie haben sich vor 2000 Jahren auch noch am Messias vergriffen und damit eine Hürde für sich selbst errichtet, die ganz sicher von ihnen allein nicht überwunden werden kann. Es wäre einzig an GOTT, ihnen ihre Verstockung zu nehmen, damit sie sich Jesus zuwenden. Nur über Jesus, und nicht dem Halten des Gesetzes, würden dann auch die Israeliten aus ihrer Knechtschaft heraustreten und sich wieder GOTT zuwenden können. Wird es GOTT aber auch tun? Keiner weiß es, nur GOTT allein!

Es gibt aber auch gute Nachrichten, zumindest für die Nationen. Denn mit dem Kommen, Wirken und Tod unseres Messias Jesus hat sich die allgemeine Lage für uns grundlegend geändert. Das Volk Israel wurde durch GOTTES Ratschluss mit uns erweitert. Seit dem hat nicht mehr nur Israel allein die Möglichkeit, zu GOTT zu kommen, sondern all diejenigen, die an IHN glauben, unabhängig davon, wo jemand lebt oder welche Sprache diese Person spricht.
Der Fluch der „uneinheitlichen“ Sprachen aus der babylonischen Zeit, übrigens, wurde kurz nach der Kreuzigung Jesu von GOTT wieder von den Menschen genommen. Die gemeinsame Sprache besteht heute auch nicht aus Lauten, sondern ist vielmehr still, demütig, nachdenklich und gottesfürchtig. Die gemeinsame Sprache ist eben GOTTES Sprache, welche alle an IHN Gläubigen aus dem Judentum und aus den Nationen in der Heilsbotschaft zusammenruft.

Das eigentliche Thema: die Obrigkeit

Als das Volk Israel von GOTT durch den Propheten Samuel darauf hingewiesen wurde, dass es sich mit einem König auf Knechtschaft einlassen würde, hat es dennoch einen König gefordert. So wurde der erste König und alle weiteren Könige von GOTT bestätigt und gesalbt. Israel hatte nun das, was die Nationen schon ewig haben – weltliche Obrigkeit. Obrigkeit ist also jede (weltliche) Macht, welche die weltlichen Geschicke eines Landes oder Volkes lenkt. König und Regierung werden weiterhin von GOTT eingesetzt und dienen der Züchtigung des Gläubigen, der sich durch die straffe Hand der Obrigkeit nur noch mehr GOTT zuwendet. GOTT hat Obrigkeit nicht nur eingesetzt, sondern ER richtet sie auch. Wie sich diese Obrigkeit verhält, darf den Gläubigen nicht interessieren; was ihn jedoch interessieren muss, ist die Grenze zwischen „dem, was des Kaisers und dem, was GOTTES ist“ (Zitat Jesus). Diese Grenze scheint manchmal zu verschwimmen, so ist sie aber von GOTT klar definiert. Wenn etwas vom Gläubigen verlangt wird, was in eine Sünde münden kann oder schlimmstenfalls bereits eine Sünde ist, genau dann ist diese Grenze erreicht, und der Gehorsam gegenüber GOTT muss die einzige sofortige Konsequenz daraus sein. Sünde kann nicht toleriert werden und wird von GOTT nicht toleriert. Sünde hat uns von GOTT getrennt, und die Vergebung unserer Sünden ist KEIN Freibrief für die Begehung neuer Sünden, auch wenn das viele gern hätten. Sünde wird ewig trennen, und schon die Bereitschaft für die Begehung von Sünde ist eine Sünde in der Versuchung GOTTES. So ist der Versuch dessen das Eingeständnis des vollkommenen Unglaubens. Können Sünder gerettet werden? Ganz sicher! Bei Ungläubigen kann man da nicht sicher sein. Aber auch hier lässt sich GOTT, der HERR, den Richterspruch nicht nehmen.

Zusammengefasst lässt sich sagen: GOTT setzt weltliche Obrigkeit ein, der wir uns als Knechte unterordnen müssen. Diese weltliche Knechtschaft ist aber nur zu unserem Wohl. Durch das straffe und teils ungerechte Handeln der weltlichen Obrigkeit, in dem sie übrigens gefangen ist, wird der an GOTT Gläubige gezüchtigt. Diese Züchtigung treibt den Gläubigen weiter in die Arme GOTTES, um sich in der Gewissheit SEINER Güte, Gnade, Barmherzigkeit und Vergebung auf ein Leben bei IHM in SEINEM Reich der Himmel umso mehr zu freuen.

Jungfrauengeburt | Herz – Geist – Seele | Taufe | Gemeinde – Gemeinschaft | Obrigkeit | Mensch

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