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Jungfrauengeburt

↻ 22. Januar 2025

Reproduzierte Sɪᴄʜ Gᴏᴛᴛ Sᴇʟʙsᴛ per Jungfrauengeburt?

Der Begriff „Jungfrau“

„Jungfrau“, aber eben auch „junge Frau“ sind beides Übersetzungen in den alten Schriften für eine Frau in einem Alter, in dem sie noch nicht verheiratet werden konnte oder wurde. Als Jungfrau könnte also prinzipiell jede weibliche Person bezeichnet werden, die einfach nur relativ jung ist. ‚Jung’frau deutet vom Namen her auch darauf hin, dass damit nicht zwangsläufig weder die geschlechtliche Unversehrtheit noch die geschlechtliche Versehrtheit verbindlich gemeint sein muss, da auch eine junge Frau bereits vor ihrer Heirat geschlechtlichen Verkehr gehabt haben kann, was natürlich auch zu damaliger Zeit häufig war. Der Begriff „Jungfrau“ wird erst in der neueren Zeit ein eigenständiges Thema. Erst jetzt muss eindeutig unterschieden werden zwischen einer jungen Frau und einer Jungfrau. Die „moralischen Werte“ Gᴏᴛᴛᴇs spielen in keinem der heute existierenden Völker eine ihnen zustehende Rolle, weshalb Frauen in jedem Alter heute überhaupt nicht mehr automatisch als Jungfrauen anzusehen sind, unter Umständen als solche überhaupt nicht mehr angesehen werden wollen.

Die damalige Zeit

Wir können feststellen, dass ein Vater damals und unter den vorliegenden gesellschaftlichen Bedingungen stets darauf bedacht sein musste, seine Tochter unversehrt zu sehen, damit sie später überhaupt einen Ehemann bekommt. Für den Fall, dass ein Mann sich an einer jungen unverheirateten Frau vergeht, hat jener Mann diese Frau zu heiraten. Er hat vor allem das Brautgeld zu zahlen, sogar wenn der Vater der vermeintlichen Braut nicht in die Ehe einwilligt und es darum nicht zu einer Vermählung kommt.

Die Zeugung

Es gibt Details, die an der sogenannten Jungfrauengeburt alles andere als stimmig sind und diese im Endeffekt auch äußerst unwahrscheinlich werden lässt.

Jesus musste, nachdem er gelebt hatte, selbstverständlich (entsprechend) dem Willen Gᴏᴛᴛᴇs gezeugt worden sein, da man sich den Umstand der völligen Sündlosigkeit nicht anders erklären konnte. Man legte das im Nachhinein fest. Die Zeugung Jesu durch den heiligen Geist ist allerdings kategorisch auszuschließen.

Warum muss man das ausschließen?

  • Es sollte wohl jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein, dass Gᴏᴛᴛ mit dem von Iʜᴍ geschaffenen Lebewesen keinerlei geschlechtlichen Kontakt haben würde. Das ist natürlich in mehrerlei Hinsicht vollkommen abwegig!
  • Der Wille Gᴏᴛᴛᴇs ist das, was Gᴏᴛᴛ umsetzen wird. Dieser Status muss, da es sich lediglich um einen Willen handelt, als inaktiv gesehen werden. Daraus resultiert unter Umständen eine aktive Reaktion – die Umsetzung dieses Willens. Wenn überhaupt, dann wäre die Zeugung Jesu durch den heiligen Geist lediglich ein Vorhaben und wäre von Gᴏᴛᴛ noch nicht in die Tat umgesetzt worden.
  • Der Mensch ist Gᴏᴛᴛ sehr wichtig, doch garantiert nicht so wichtig, dass Gᴏᴛᴛ im Nachhinein in die Schöpfung eingreift. Wofür gäbe es dann einen Schöpfungsbericht, wenn dieser beliebig geändert werden dürfte?
  • Und würde Gᴏᴛᴛ dadurch nicht sogar die Perfektion Sᴇɪɴᴇʀ Schöpfung Sᴇʟʙsᴛ infrage stellen?

Sündentilgung durch einen Halbgott oder Gott, wenn nicht gar Gᴏᴛᴛ Sᴇʟʙsᴛ?

  • Wäre Jesus direkt im Geist gezeugt worden sein, sprich, hätte die Eizelle angefangen, sich ohne Befruchtung durch eine männliche (menschliche) Samenzelle zu teilen, wäre Jesus durch diese Gotteszeugung halb Gott und halb Mensch gewesen wäre, was bezogen auf Gᴏᴛᴛ völlig absurd ist.
  • Ein Halbgott kann in keiner Weise akzeptiert werden, wenn es um die Tilgung von Sünde (des Menschen) geht, im Gegenteil, die Sünde würde durch solch einen Akt geradezu göttlich und entsprechend unhaltbar sündiger.
  • Wofür gäbe es dann die Sünde überhaupt, wenn sie sowieso von Gᴏᴛᴛ vom Menschen genommen wird? Die ganze Aufregung um „Sünde“ und „von Sünde lassen“ wäre dann völlig sinnlos und ein Freibrief für den Menschen, all das tun zu dürfen, was ihm in den Sinn kommt. Bei noch nicht einmal genauerem Hinsehen erkennt man schließlich, dass es leider auch so ist.

Zusammenfassung: Die Sünde kam durch einen Menschen in die Welt!

Es ist unumstößlich, dass die Sünde des Menschen sehr wohl durch Gᴏᴛᴛ vom Menschen genommen werden könnte, dies aber von Iʜᴍ Sᴇʟʙsᴛ mit der Verbannung des Menschen aus dem Garten Eden ein für allemal ausgeschlossen wurde1. Deshalb kann die Sünde auch nur durch einen Menschen wieder aus der Welt geschafft werden. Ein „normaler“ Mensch kann dafür nicht ausreichen; es muss ein Mensch sein, den Gᴏᴛᴛ als Sᴇɪɴᴇɴ Sohn bezeichnen kann, der also als Mensch vollkommen ohne Sünde ist, um als solches wohlgefällige Opfer die Schuld des Menschen bildlich auf sich nehmen zu können.

Diese Sündenfreiheit war Jesus gegeben, weil er von Anfang seines bewussten(!) Lebens an einzig den Willen Gᴏᴛᴛᴇs tat, Dᴇʀ im geistigen Konsens der Schöpfung natürlich von ihm als Vᴀᴛᴇʀ bezeichnet wird und es für ihn deshalb stets auch war.

Doch wer war dann der leibliche, weltliche, fleischliche Vater?

Über Josef ist kaum etwas bekannt. Er war der Mann, mit dem Maria, die spätere Mutter Jesu, in irgendeiner Art und Weise zu tun hatte. Naheliegend ist hierbei, dass Maria dem Josef zumindest versprochen war. Bis zu diesem Zeitpunkt hätte es jedoch, wie zu Beginn angesprochen, noch zu keinem intimen Verkehr kommen dürfen. Was aber, wenn es anders war? Was aber, wenn Josef ein völlig normaler Mann der damaligen Zeit war mit all seinen Lüsten und daraus folgenden Begierden?

Rein gar nichts ist über Josef bekannt

Muss zwangsläufig etwas über Josef bekannt sein? Nein, kein Stammbaum Davids, keine persönlichen Hintergründe – nichts sollte interessant genug sein, um irgendwo in der Bibel näher erwähnt zu werden. Josef hatte eine Aufgabe und die hatte er erfüllt. Geht es doch schließlich nicht um Josef, sondern seinen leiblichen Sohn Jesus. War er deswegen unwichtig? Nein, denn Josef und Maria mussten intimen Verkehr gehabt haben.

Josef schwängerte Maria, als beide noch nicht miteinander verheiratet waren.

Das Problem Josefs

Ohne Josef etwas unterstellen zu wollen, so mag er doch vielleicht mit dem Gedanken gespielt haben, Maria deswegen zu verlassen und das Brautgeld nicht zu zahlen. Vermutlich hatte er das Geld dafür auch gar nicht. Die Strafen waren damals drastisch. Möglich wären auch die kalten Füße, die Josef sicher nicht als ersten und auch nicht als letzten Bräutigam im Vorfeld einer Vermählung ereilt haben könnten. Man weiß es einfach nicht. Was man aber weiß, ist, wenn es so oder so ähnlich war, musste(!) Gᴏᴛᴛ natürlich eingreifen und ihm mitteilen, Maria samt ungeborenem Kind anzunehmen und bei ihr zu bleiben.

Und Maria?

Sie hingegen mag wegen der äußerst ungünstigen Umstände, vielleicht sogar in Vorahnung oder gar Wissen einer bevorstehenden Trennung, in Panik geraten zu sein. Aber auch hier stellte Gᴏᴛᴛ klar, dass es sich bei dem ungeborenen Kind um ein ganz besonderes Kind (nach Gᴏᴛᴛᴇs Willen / Geist / Sinn) handelt.

Josef und Maria heiraten dann doch. Jesus wird den damaligen Umständen entsprechend ganz normal geboren.

Das Aufsehen um die Geburt

Die Geschichte um die Geburt herum, also wo er geboren wurde und wann, wie und womit jemand an der Geburtsstätte Jesu auftauchte, kann dabei vollkommen egal sein, da unter den so geschilderten Umständen ohnehin jeglicher Mystik die Kraft fehlt.

Wann wurde Jesus geboren?

Wenn die Geburt Jesu wirklich solch ein herausragendes Ereignis gewesen wäre, wäre das genaue Datum auch zu einhundert Prozent überliefert. Es sind aber nur Berechnungen unter Berücksichtigung aller zur Verfügung stehenden Informationen inklusive des alten jüdischen Kalenders erfolgt, die zwei wahrscheinliche Daten ergaben. Weihnachten ist allerdings nicht dabei.

Geburtstagen wurden zu Jesu Zeiten prinzipiell keine Beachtung geschenkt, egal, wer geboren wurde. Der Hype um Jesus entstand erst im Zusammenhang mit seinem Wirken. Wie wichtig ist der Zeitpunkt seiner Geburt, wenn man nicht vorhat, ihn zu einem Gott zu machen?

Fußnoten

  1. Der Mensch wurde nach dem Sündenfall aus dem Garten Eden verbannt. Dieser Vorgang wird mit dem Hinweis auf die beiden Cherubim untermauert, die von da an den Garten Eden und damit den Zugang zum Baum des Lebens versperren. (Auflösung des Gartens Eden) ↩︎