Das „Warum?“ ist die existenzielle Frage des Menschen. Ohne „Warum?“ würde der Mensch immer noch nur Früchte, Samen und Knollen essen und kein Tierfleisch hätte es je in den Magen eines Menschen geschafft, ohne „Warum?“ hätte das Feuer zwar gebrannt, aber es wäre auch wieder ausgegangen und ohne „Warum?“ würden wir ganz sicher jeden Meter unseres Lebens auf unser körpereigenes Fortbewegungssystem angewiesen sein. Ohne „Warum?“ wären wir heute noch bei Gott, aber ohne „Warum?“ würden wir auch nicht wieder zu ihm, unseren geistigen Vater zurückkehren können, weil wir uns nämlich sonst die Frage nach dem Sinn unseres Lebens nie ernsthaft stellen würden.
Ohne Gott kann es nicht gehen
Es macht alles nur dann Sinn, wenn man bereit ist, alte Denkweisen zu überprüfen und gegebenenfalls über Bord zu werfen. Nichts ist hinderlicher als die eigene Wohlfühloase, die sich im Laufe der Jahre um jeden herum gebildet hat. Halbherzigkeit ist bei diesem heiklen Thema nicht angebracht, möchte man wirklich zu Gott finden. Der Prophet Jesus hat gesagt: „Verleugne dich selbst und folge mir nach!“, wobei das Lieblingswort des Menschen „Spaß“ in diesem Satz nicht vorkommt!
Jeder Mensch neigt dazu, sich mental zu überschätzen. Auch ich habe mich mein Leben lang jener Selbstüberschätzung bereitwillig hingegeben, sogar noch, als ich Jesus bereits kennengelernt hatte. Aber irgendwann einmal begann ich zu verstehen: Geht es um mich, egal wie weit hergeholt das sein mag, wird es schiefgehen. So muss ich mich bei der Betrachtung der Sünde in jedem Fall als derjenige sehen, durch den sie geschieht, und nicht als derjenige, durch den sie unterlassen werden kann.
Weil ich für die Begehung einer Sünde nicht zwangsläufig nachdenken muss, geschieht sie aus dem Bauch bzw. dem Herzen heraus. Das schließt jedoch nicht aus, dass ich mich zur Begehung einer Sünde auch bewusst entscheiden kann. Wie auch immer sie Zustande kommt, jedes Mal rechtfertigt sie sich in meinem Tun und jedes Mal empfinde ich das als gerechtfertigt. Ein hartnäckiger Mini-Kreislauf ist entstanden, den man mit herkömmlicher Denkweise nicht durchbrechen kann.
Wie kann dann dieser offensichtlich endlose Kreislauf unterbrochen werden? Dem Menschen als Verursacher ist das selbstverständlich nicht möglich, wir brauchen jemanden, der zweifelsohne über den Dingen steht: Gott!
Doch wo ist Gott? Wird er antworten, wenn ich ihn frage, wird er kommen, wenn ich ihn rufe?
Beschäftigt man sich mit Gott, merkt man irgendwann, dass es ganz anders ist, als man bis dahin gedacht hat. So lässt sich Gott doch für jeden ganz individuell finden, wenn man seinen höchstpersönlichen Weg zu ihm einschlägt und geht.