Menü Schließen

Der Mensch und sein Problem

Es ist der einzige Sinn eines jeden menschlichen Lebens, Gemeinschaft mit Gott zu haben. Doch die Grundlage für solch eine Gemeinschaft musste dem Menschen noch hinzugefügt werden.

Gott schuf den Menschen. Er war ab diesem Zeitpunkt ein lebendiger Organismus, genauso wie das Pferd, der Hamster oder der Schimpanse; er hätte Laute von sich geben, fühlen, sich bewegen, essen und trinken können, so, wie Gott es allen Lebewesen gebot. Doch der Mensch tat all dies nicht, denn ihm fehlte noch jenes Leben, das ihn so sehr besonders macht, um von Gott als nach seinem (geistigen) Bilde bzw. seiner Vorstellung bezeichnet werden zu können.

Der Sinn des Menschen

Es ist der einzige Sinn eines jeden menschlichen Lebens, Gemeinschaft mit Gott zu haben. Doch die Grundlage für solch eine Gemeinschaft musste dem Menschen noch hinzugefügt werden. Gott hauchte dem Menschen dafür seinen Lebensodem ein, und der Mensch bekam eine Seele. Die Seele wird seit dem jedem Menschen bereits im Mutterleib von Gott mitgegeben, denn er allein gibt geistiges Leben.

Ohne eigene Schuld in die Schuld

Vollkommen frei von Sünde wird der Mensch in eine Welt hineingeboren, die sich für ihn bald als eine schreckliche Falle herausstellt. Bereits im frühen Kindesalter wird ein Punkt erreicht, an dem das Kind gut von böse unterscheiden kann. Ab diesem Zeitpunkt lebt der Mensch ausgiebig das, was seiner Meinung nach das Richtige ist und leider das Gegenteil von Gottes Gerechtigkeit darstellt.

Schuld durch Erbsünde?

In der Unausweichlichkeit des Sündeneintritts kann man geneigt sein zu behaupten, dass es jene vielbeschworene Erbsünde gibt. Ist es aber wirklich eine Erbsünde, wenn diese nicht unbewusst vererbt, sondern bewusst übernommen wird? Ist dann nicht die Bezeichnung „Todsünde“, also eine Sünde zum Tode bzw. dem Verlust des ewigen Lebens, viel bezeichnender?

Also, eine Sünde, die vererbt wird und somit dem Menschen das den Kleinkindern von Gott zugesprochene Himmelreich direkt nach deren Geburt verschließt, gibt es definitiv nicht, sondern es findet der menschliche, unausweichliche Eintritt in die Sünde von allein statt. Es muss nichts vererbt werden, was dem Menschen in einer zutiefst bösen Welt ohnehin widerfährt. So sündigt der Mensch ab der ersten bewussten Entscheidung für das, was zu seinem eigenen Vorteil ist. Des Menschen freier Wille hat dann über den Willen Gottes vermeintlich triumphiert.

Aus dem Leid der Sünde kann sich sehr leicht körperliches Leiden entwickeln, was wiederum Einfluss auf unsere geistige Verfassung hat. Haben wir psychische Probleme, ist ohne unseren Blick auf Gott gerichtet der Kreis zu noch mehr körperlichem Leid geschlossen. Bei allem leidet unsere Seele, doch wird sie zu Gott, dem Vater, zurückkehren. Was sie mitnimmt, ist all das, was andere, aber auch wir selbst ihr in unserem Leben an Leid zugefügt haben. Beim Vater wird sie getröstet und wieder in seine ewige Herrlichkeit eingebettet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert